Gehirntraining für den Alltag

Unser Gehirn braucht permanent Training

Die ständige Herausforderung hält unser Gehirn fit. Aber das haben Sie bestimmt schon einmal erlebt: Nach einer Krankheit oder Verletzung konnten Sie Ihren Arm oder Ihr Bein nicht bewegen. Sie mussten es schonen. Was ist dabei passiert? Die Muskulatur ist rapide geschwunden. Und wenn Sie zu den Ü-Fünfzigern gehören, passiert dieser Muskelschwund noch schneller. Jetzt sind Sie gefordert, den Muskel wieder aufzubauen. Dabei sind Sie überrascht und ärgerlich, wie lange dieser Muskelaufbau dauert. Sie haben bereits früher den alten Spruch gehört: „Wer rastet, der rostet!“. Aber warum hat Ihnen keiner gesagt, dass das Rosten so schnell geht?

Wie ist es mit Ihrem Gehirn? Betrachten Sie Ihr Gehirn ebenfalls als einen Muskel. Wird Ihr Gehirn nicht permanent beansprucht, verkümmert es schneller, als Ihnen lieb ist. Ihr Gehirn verkümmert schneller als Sie denken, wenn Sie es nicht trainieren und fordern! Denn das Leben bedeutet schliesslich: lebenslanges Lernen.

Warum manche Ruheständler schneller verblöden als im Arbeitsprozess befindliche Menschen, wird uns mit dieser Erkenntnis klarer. Die „Verblödung“ liegt nicht alleine am Alter, sondern in der mangelnden Nutzung des Gehirns. Denn die täglichen Herausforderungen des Berufslebens fehlen im Ruhestand, auch wenn sie noch so banal waren. Gefährdet sind neben Ruheständler auch Menschen, die glauben, alles schon zu haben und zu können. Denn sie haben keine Ziele mehr.

So bleiben Sie geistig fit

Mit diesen 9 Massnahmen trainieren Sie Ihren Geist:

  1. Lesen Sie viel. Wenn Sie viel lesen, können Sie Informationen schneller verarbeiten und gewichten. Das bedeutet, dass Sie mit Lesen Ihre kognitiven Fähigkeiten und damit Ihre Denkfähigkeit verbessern.
  2. Lernen Sie Fremdsprachen. Beim Lernen einer Fremdsprache aktivieren wir die Verbindungsautobahnen (Synapsen) in unserem Gehirn.  
  3. Lernen Sie Gedichte auswendig. Gerade das Lernen von Gedichten ist eines der besten Gedächtnistrainings.
  4. Lernen Sie ein Instrument spielen. Das ist ein Intensivtraining für Ihr Gehirn. Sie lernen unter anderen sich noch besser auf eine Aufgabe zu fokusieren.
  5. Beschäftigen Sie sich mit Neuem, Unbekanntem.
  6. Ändern Sie bestimmte Alltagsgewohnheiten oder deren Reihenfolge. Damit werden Sie schlechte Gewohnheiten abbauen. Sie werden aber auch neue Wege entdecken.
  7. Probieren Sie öfter was aus, experimentieren Sie.
  8. Lesen Sie 1 x p. Woche eine Zeitung, die genau Ihre gegenteilige Meinung/Weltanschauung repräsentiert.
  9. Treiben Sie Sport. Am besten trainieren Sie täglich 20 Minuten: zügiges Spazieren, Treppen steigen, Radfahren, Trampolin.